Agenda 37/14

Am 08.09.2014 von Haruki

Technik alleine reicht nicht – Smartwatches auf dem Weg zur Tragbarkeit

In Berlin dreht sich in diesen Tagen alles um Consumer Electronics. Es ist wieder IFA und diese nutzen viele Hersteller, um ihre neuesten Smartwatch Entwicklungen vorzustellen.

 

Die Konzepte von Samsung, LG, Motorola und Co sind allerdings alles andere als ausgereift und weisen noch so einige Schwächen auf: Niedrige Akkulaufzeit, unhandliche Bedienung und klobiges Design sind wohl die größten Mankos, die den Firmen auf dem Weg zur massentauglichen, tragbaren Elektronik noch im Weg stehen. Laut Branchen-Experte Ben Wood seien diese Mängel aber auch in gewisser Weise Teil des Plans. Vor allem Samsung experimentiert in hohem Maße und hat innerhalb des letzten Jahres sechs neue Modelle gelauncht, die helfen sollen, die Bedürfnisse des Nutzers zu verstehen. Nach dem Prinzip „Trial and Error“ wird so versucht, sich dem besten Design und den besten Nutzungsszenarien für eine Smartwatch anzunähern. Das erklärte Ziel: Einen Vorsprung zu Apple aufzubauen, die ja aller Voraussicht nach diese Woche ihre Version der Smartwatch der Welt präsentieren werden.

 

Aber was muss denn eine Smartwatch überhaupt können? Viele der intelligenten Uhren dienen als Fitnesstracker und können als diese nicht nur Schritte zählen, sondern auch den Puls messen oder den Nutzer per GPS verorten. Die Moto360 aus dem Hause Motorola verfügt außerdem über Organizer-Funktionen wie Notizen im Kalender, Navigation per Google Maps oder Anbindung zu Facebook. Eher zweifelhaft: Auch Telefongespräche können per Uhr angenommen oder abgelehnt werden, für’s Gespräch wird aber weiterhin das Telefon benötigt.

 

Was Motorola aber bisher besser als alle anderen und die Moto360 vielleicht gerade deshalb zu einem der begehrtesten Gadgets 2014 macht: Smartphone-Features wurden konsequent in das Designkonzept „Uhr“ übersetzt und auf diese Weise tragbar gemacht. So weiß nicht nur das hochwertige Lederarmband aus einer 109 Jahre alten Ledermanufaktur zu überzeugen, sondern auch das geringe Gewicht von 50 Gramm. Und mit der gelernten Bewegung des Handgelenks wird die Zeitanzeige der Smartwatch aktiviert. Aus diesen Gründen mutet die Moto360 eben nicht wie ein Mini-Smartphone an, das man sich mit einem Plastik-Armband ums Handgelenk schnallt, sondern wie eine Smartwatch.

Wir von Haruki glauben, die Smartwatches der Zukunft und ihre Anwendungen müssen genau dies schaffen: Sich auf den neuen Nutzungskontext einlassen, um so intuitives Design und relevante Funktionen zu identifizieren.

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