Agenda 25/14

Am 16.06.2014 von Haruki

TransferWise: Gebührensparen beim Bezahlen im Ausland

Die Finanzbranche ist im Umbruch: Immer mehr junge Techunternehmen bieten Kunden neue Services und attraktive Möglichkeiten, Kosten bei Transaktionen einzusparen. So auch der Zahlungsdienst “TransferWise”, der gerade eine Finanzspritze von 25 Millionen US-Dollar von Investoren erhalten hat.

 

Der Dienst will die Durchführung transnationaler Überweisungen erleichtern, indem er die Möglichkeit bietet, den Geldverkehr komplett ohne die Beteiligung einer Bank zu realisieren: Transaktionsgebühren und Wechselkursverluste bleiben so gering. Der Nutzer muss lediglich eine Inlandsüberweisung an ein Konto von „TransferWise“ durchführen und im Zielland zahlt „TransferWise“ den entsprechenden Betrag in der Landeswährung aus. Ein gemittelter Devisenkurs, der sich aus Kauf- und Verkaufswerten von Banken errechnet, wird dabei zur Ermittlung des Wechselkurses genutzt. Der Kunde muss für diese Leistung zwar Gebühren bezahlen, die liegen jedoch unter den Kosten einer Banktransaktion.

 

„TransferWise“ ist ein Beispiel dafür, wie neue, ursprünglich branchenfremde Player etablierte Akteure unter Druck setzen. Der Prozess der Digitalisierung zwingt Banken dazu, ihr Produkt- und Serviceportfolio auf den Prüfstand zu stellen, denn Finanztransaktionen werden heute nicht nur schneller, sondern auch billiger und transparenter. Die Digitalisierung verwandelt etablierte Nachfragemärkte in Angebotsmärkte und lässt darüber neue Bedürfnisse und Verhaltensmuster entstehen, die schnell neue Standards setzen.

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