Agenda 20/14

Am 12.05.2014 von Haruki

Algorithmen als Designer

Die Design-Softwarefirma Autodesk arbeitet an einem Programm, das auf Basis unterschiedlicher Angaben und Beschränkungen eigenständig Produktvariationen gestalten soll. Der Algorithmus dekliniert mögliche Kombinationen und stellt dann die besten Optionen vor. Die Bewertung gründet nicht auf ästhetischen Aspekten, sondern auf Faktoren wie Kosteneffizienz oder auf den Erfüllungsgrad definierter Anforderungen, wie beispielsweise Gewicht. Das Programm kann nicht nur unterschiedliche Formen, sondern auch Materialien in seine Simulationen einbeziehen. Ersetzen Algorithmen also in Zukunft den Designer? Nein. Das Programm wird wohl eher bei der Vorbereitung von Produktkonzepten für die Produktion zum Einsatz kommen; in den Phasen und Prozessschritten, in denen Effizienz und Produktivitätsthemen im Vordergrund stehen. Design und Kreativität entstehen nicht nur aus Kombination, sondern auch aus Inspiration und Emotion: die Entwicklung und Gestaltung von Neuem, von radikalen Veränderungen und Innovationen wird weiter in der Hand des Menschen bleiben. Beim Thema “Effizienz” aber sind wir der skalierbaren Geschwindigkeit und mathematischen Konsequenz der Algorithmen unterlegen.

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