Agenda 20/14

Am 12.05.2014 von Haruki

Bezahlen in der Zukunft: “Kaufen soll sich anfühlen wie Stehlen.”

“People have said when checkout is working really well, it will feel like stealing. You grab a pair of shoes and you just walk out.” So formuliert Michael Chui vom McKinsey Global Institute die Vision eines reibungslosen Checkouts in der Zukunft in einem Artikel von The Atlantic. Moderne Sensoren sollen es Händlern ermöglichen, Kunden über ihr Smartphones zu identifizieren, sobald sie die eigene Fläche betreten. Auch die gehandelten Produkte sind mit Sensoren versehen, die in dem Moment als “gekauft” registriert werden, in dem ein Kunde den Laden damit verlässt. Die Bezahlung erfolgt automatisch über zuvor hinterlegte Kontoinformationen des Kunden, ohne dass der sich im Laden selbst darum kümmern muss. Neben Veränderungen im Store Design wird diese Technologie vor allem Auswirkungen auf die Personaldichte bzw. die Personalzusammensetzung im Retail haben: Der automatisierte Checkout setzt Ressourcen frei, die als Einsparpotenzial oder als frei werdendes Potenzial für die Beratung betrachtet werden können. Wie die Bonifizierung des Verkaufspersonals und der After-Sales Service in einem solchen Ökosystem organisiert werden, lässt der Artikel noch offen. Tatsächlich aber nützt der reibungsloseste und beste Checkout-Prozess nur wenig, wenn Erlebnisse und Mehrwerte fehlen, die Kunden auf die Fläche bringen. Convenience mag für den Handel mit Low Involvement Produkten eine geeignete Maxime sein, in Kategorien mit höherem Involvement sind Service und Einkaufserlebnis die bedeutenderen Einflussfaktoren.

 

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