Agenda 15/14

Am 07.04.2014 von Haruki

Amazon Dash: Lebensmittel kaufen leicht gemacht

Am Samstag präsentierte Amazon mit „Dash” ein neues Produkt, das den Lebensmitteleinkauf von Zuhause aus automatisieren soll. Die stabförmige Hardware kann im Moment von Kunden des Amazon Lebensmittel-Lieferservices “Fresh” in den USA getestet werden. Mit “Dash” lassen sich – direkt im Kühlschrank oder am Esstisch – Barcodes von Nahrungsmitteln oder anderen Verbrauchsmitteln scannen, die nachbestellt werden sollen. Alternativ spricht man das zur Neige gehende Produkt einfach als Erinnerung ins Mikrofon des “Dash”. Am Smartphone oder PC werden Mengenangaben entsprechend angepasst und die Bestellung aufgegeben. Die Lieferung erfolgt am nächsten Tag. Auch wenn deutsche Konsumenten Lebensmittellieferungen noch skeptisch gegenüber stehen – langfristig betrachtet stellen solche Services eine ernst zu nehmende Konkurrenz für den stationären Lebensmittelhandel dar. Wie Retailer aus anderen Branchen steht nun auch der LEH vor der Herausforderung, das eigene Einkaufserlebnis vor Ort aufzuwerten, um im Wettbewerb mit convenienten Online Angeboten einen Mehrwert für sich zu behaupten. Dabei setzt auch der stationäre Handel auf digitale Technologien: Neue Trackingverfahren, wie beispielsweise iBeacon, über das wir bereits im Januar berichtet haben, oder das “Connected Retail Lightning System” von Philips sollen dem LEH dabei helfen, Kundenbedürfnisse besser zu erfassen und zu adressieren. Das System von Philips ermöglicht zum Beispiel eine aktive Indoor-Navigation, die sich im Moment noch eher nischig anfühlt: Der Kunde wählt ein Rezept aus und wird über eine App gezielt zu den Zutaten geführt; auf Wunsch kann das Rezept aktuelle Sonderangebote berücksichtigen.

 

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