Agenda 11/14

Am 10.03.2014 von Haruki

Cross-Channel-Services als zusätzlicher Mehrwert

Cross-Channel-Service heißt das Konzept, mit dem der Einzelhandel versucht, auf die wachsende Bedrohung durch den Onlinehandel zu reagieren. Die stetig steigende Verknüpfung digitaler und analoger Services soll dem vielfach verkündeten Untergang des Einzelhandels entgegen wirken. Kunden scheinen die neuen Angebote dankend anzunehmen, wie eine neue Studie des „ECC Köln“ zeigt. Vor allem das Abfragen von Verfügbarkeit von Produkten sowie Mechanismen, welche die Verweildauer im Geschäft für Kunden verkürzen, werden als echte Bereicherung erlebt. Die Studie weißt jedoch darauf hin, dass dem Kunden echte Mehrwehrte im Sinne einer einfacheren und transparenteren Retail-Erfahrung geboten werden müssen, anstatt sich in technischer Spielerei zu verlieren. Aus unserer Sicht bedeutet Cross-Channel-Service vor allem, das Bestreben des Einzelhandels gelernte Verhaltensmuster des Onlineshoppings auf einen stationären Kontext zu übertragen und die Vorteile des Onlinegeschäfts in ein Offline-Retail-Erlebnis zu integrieren. Mobile Devices werden beim Onlineshopping  zunehmend als primäres Medium zur Informationsbeschaffung genutzt, finden bei Kunden jedoch auch immer häufiger am POS als Entscheidungshilfe im Moment-of-Truth Anwendung. Dennoch untermauert die Studie, dass digitale Services die persönliche Beratung vor Ort nicht ersetzten können, sondern lediglich ein Zusatzangebot für den Kunden darstellen. Diese Idee weiter gedacht, sollten umgekehrt in Zukunft Online-Vertriebsplattformen wie z.B. „SugarTrend“ versuchen die Vorteile des Offlineverkaufs für sich nutzbar zumachen und z.B. durch die Anbindung von Chatfunktionen direkt mit den Einzelhändlern ihre Shopping-Erfahrung persönlicher gestalten und so dem Kunden und Händler einen zusätzlichen Mehrwert bieten.

Artikel kommentieren

Ähnliche Beiträge