Agenda 10/14

Am 03.03.2014 von Haruki

Buzzfeed und die „Shareability“

Der große Erfolg von Medienunternehmen wie Buzzfeed und Upworthy lässt sich vor allem auf deren tiefgreifendes Verständnis von viralen Mechanismen zurückführen, wie Buzzfeed-Gründer Jonah Peretti in einem aktuellen Interview mit t3n nachvollziehbar erklärt. Im Grunde war Buzzfeed anfangs nur eines von vielen Testprojekten, die einem Ziel dienten: der Suche nach der Formel für Viralität. Auch heute noch ist Viralität einer der wichtigsten Faktoren zur Bewertung der Qualität der Inhalte auf seiner Plattform: Die „Shareability“  ist eine Metrik, die vergleicht, wie viele Besucher für wie viel Social Traffic sorgen. Im Vergleich mit anderen, manchmal trügerischen Performance Indikatoren, wie die Anzahl der Follower oder Friends, die den “Erfolg” der eigenen Social Media Aktivitäten messen sollen, gibt Peretti der Viralität von Content klar den Vorzug. Laut Peretti unterscheiden sich virale Inhalte von klassischen Nachrichten vor allem dadurch, dass es nicht um Wissenserweiterung geht, sondern darum, durch das Teilen von Inhalten seiner eigenen Identität Ausdruck zu verleihen sowie um eine Emotionalisierung von Inhalten. Als Netzwerk analysiert Buzzfeed die Sharing-Gewohnheiten der Besucherströme von unterschiedlichen sozialen Netzwerke bis ins Detail und optimiert die Inhalte gezielt auf Unterschiede hin, zum Beispiel zwischen Facebook, Twitter und Pinterest. Die Qualität der Algorithmen sei mittlerweile so gut, dass sich im Voraus berechnen ließe, wie gut sich Inhalte verbreiten werden.

 

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