Agenda 9/14

Am 24.02.2014 von Haruki

Der Schritt in die Dreidimensionalität: Google’s neues Projekt “Tango”

Durch stereoskopische Verfahren ist es Hollywood gelungen, Dreidimensionalität in Filmen darzustellen und für den Zuschaue erlebbar zu machen. Nun sucht Google gemeinsam mit einer Allianz von Technologiegebern nach einem Weg, die Erfassung von Dreidimensionalität per Smartphone möglich zu machen. Google’s neues Projekt trägt den Namen „Tango“ und soll Smartphones in Zukunft befähigen, über eine menschenähnlichere Wahrnehmung von Raum und Bewegungen im Raum zu verfügen. Dazu werden über 250.000 Messdaten pro Sekunde über Position und Rotation des Smartphones via Kamera und Tiefensensoren erfasst. Das Device kann die Daten in Echtzeit auswerten und so die physische Umwelt als dreidimensionale Repräsentation abbilden. Der Prototyp wurde primär zu dem Zweck entwickelt, eine verlässliche Indoor-Navigation bieten zu können. Schon bald wird uns unser Smartphone also auch durch Bürokomplexe und Parkhäuser navigieren können – Google Streetview für drinnen quasi. So geht die Vermessung der Welt in die nächste Phase. Dass mögliche Anwendungsfelder aber noch viel weiter gehen, zeigt sich schon jetzt. So wurde bereits eine Möglichkeit vorgestellt, die eigene Umwelt auf dem Screen des Devices mit dem Overlay einer Videospielwelt zu überziehen. Auf diese Weise wird die Architektur des eigenen Wohnzimmers zum Grundriss einer virtuellen Welt. Potenziell hat die Technologie das Potenzial, ein „Gamechanger“ zu werden. Letztendlich hängt ihr Erfolg aber auch davon, dass Entwickler passende Anwendung für „Tango“ liefern werden, die tatsächliche Mehrwerte über konkrete Anwendungen schaffen. Das hat auch Google erkannt und in der Konsequenz bereits damit begonnen, Softwareentwickler mit Prototypen auszustatten.

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