Agenda 8/14

Am 17.02.2014 von Haruki

Digital Start-ups werden neue Player im Automobilmarkt

Die Zukunft des Autofahrens liegt im „Smart-Car“. Schon bald sollen Autos die Fahrer via App-Anbindung noch besser dabei unterstützen können, die Sicherheit und Effizienz beim Fahren zu erhöhen. Bisher war dies ein Hoheitsgebiet der Automobilhersteller, beispielsweise indem sie den Fahrer mit zusätzlichen Anzeigen oder besonders verbrauchsarmen Modellen Benzinsparen halfen.  Durch Bluetooth soll es nun möglich werden Schnittstellen zwischen den On-Board-Diagnosesystemen der Autos und Smartphones herzustellen. Dies eröffnet bisher branchenfremden Anbietern die Möglichkeit, aktiv zu werden. Die jungen Unternehmen versuchen mit ihren Apps gezielt Kundenwünsche zu befriedigen, die bei den großen Automobilherstellern bisher wenig Beachtung fanden oder deren Lösung meist nur in geschlossenen Systemen der Hersteller angestrebt wurden – wie etwa den Wunsch der Kunden, auch aktiv beim Fahren die Kosten und den CO2-Ausstoss des eigenen Fahrzeugs im Blick zu behalten und zu reduzieren.

Die angebotenen Applösungen helfen nicht nur dabei, den Benzinverbrauch in Echtzeit zu überwachen, sondern stehen dem Fahrer auch beratend zur Seite, indem sie durch ein audiovisuelles Feedback Hilfestellung für eine besonders spritsparende Fahrweise geben. Durch Internetanbindung verfügen sie zudem über die Möglichkeit, nicht nur Feedback, sondern auch Service zu bieten. Droht der Tank einmal leer zu werden, liefert die App direkt eine Übersicht über die günstigsten Tankstellen in unmittelbarer Nähe. Durch „Smart-Cars“ wird Autofahren immer stärker auch eine Frage der passenden Software, was die traditionellen Autohersteller in einen verschärften Wettbewerb mit neuen digitalen Unternehmen treten lässt. Die Automobilindustrie sollte sich deshalb verstärkt darum bemühen, die Wünsche der Fahrer besser zu verstehen und auch über Lösungen außerhalb ihres Entwicklungskontextes nachzudenken. Es geht nicht darum, eigene Systeme zu entwickeln, sondern vorhandenen Schnittstellen kundengerechter nutzbar zu machen.

 

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