Agenda 7/14

Am 10.02.2014 von Haruki

Aus der App in die reale Welt: Plattformen für Ride-Sharing und Schneeschippen

In Zukunft wird das Smartphone in seiner Funktion immer weniger auf digitale Services beschränkt sein, sondern zu einer zentralen Schnittstelle auch für analoge Dienstleistungen. Ein Beispiel ist die neue  Ride-Sharing-Plattform „Wundercar“ von Gunnar Froh (ehemals AirBnB Country Manager Deutschland), die potentielle Fahrgäste mit Autobesitzern, die zu Taxiunternehmern werden, zusammenbringt. Das Geschäftsmodell zielt im Gegensatz zu „myTaxi“ nicht auf selbstständige Taxifahrer sondern auf Privatpersonen ab. Wer einmal in Russland war, weiss dass das mitnehmen von Privatpersonen durch andere Privatpersonen dort durchaus üblich ist. In unserem Kulturkreis verbirgt sich dahinter ein Gesellschäftsmodell: Jeder Autofahrer kann auf Wundercar tendenziell seine Dienste anbieten, wenn er sich zertifizieren lässt. Über Geodaten wird er mit potentiellen Mitfahrern gematcht. Vergütet werden sie dabei über sogenannte Trinkgelder, die der Kunde nach eigenem Ermessen festlegen kann. Ein integriertes Beurteilungssystem soll eine adäquate Bezahlung der Fahrer garantieren.

 

Auch wenn der Winter im Norden weiter ausbleibt – ein weiteres schönes Beispiel für die Vermittlung von Dienstleister und Nutzer ist der digital vertriebene Schneeräumungsdienst „plowz“: Per App kann der tief verschneite Kunde signalisieren, dass er seine Einfahrt geräumt haben möchte. Bezahlt wird via Kreditkarte. Und nach der Räumung wird ihm ein Foto zur Qualitätskontrolle versandt. Ein unkomplizierter Service auf Knopfdruck und ein (Geschäfts-)Modell, das sich eigentlich auf jedes beliebige, trivialisierbare Bedürfnis anwenden lässt.

Artikel kommentieren

Ähnliche Beiträge