Agenda 7/14

Am 10.02.2014 von Haruki

„Upworthy“ definiert neue Kennzahlen

Wie sehr die Qualität von inhaltlichen Webangeboten – wie die eigene Website – unter gängigen Kennzahlen leidet, versteht jeder, der schon mal eine zusammenhängende Geschichte in Form einer 20-seitigen Klick-Strecke erzählt bekommen hat. Im Moment bewertet die Werbeindustrie publizistische Angebote nach Größen wie “Unique Visitors” oder “Page Views”. Das schränkt nicht nur die Leserfreundlichkeit ein, sondern stiftet auch wenig Nutzen in der Kommunikations- oder Mediaplanung. Um dem entgegen zu wirken, führt „Upworthy“, eine der größten US-Medienplattformen für virale Inhalte, nun neue Kennzahlen ein: Total Attention on Site und Total Attention per Piece. In der herrschenden Aufmerksamkeitsökonomie erscheint es uns es durchaus sinnvoll, die einem Text gewidmete Aufmerksamkeit als Bewertungskriterium heranzuziehen. Um den Wert zu berechnen, akkumuliert „Upworthy“ eine Vielzahl von Werten und Signalen wie Video Player Signale oder welches Tab gerade geöffnet ist. Es bleibt abzuwarten, wie dieser neue Wert von Werbetreibenden aufgenommen wird. Wir halten es aber für sehr wahrscheinlich, dass mit der steigenden Komplexität der Mediennutzung auch die Komplexität der Kennzahlendefinition ansteigen wird. Mit Big Data als Optimierungshilfe und Algorithmen zur optimierten Platzierung von Content werden wir in Zukunft umgehen müssen.

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