Agenda 2/14

Am 06.01.2014 von Haruki

Vom Self- zum Lifetracking

Das Phänomen des Self-Tracking ist in Europa weiter auf dem Vormarsch, wie eine Studie vom August 2013 zeigt. In Deutschland, Frankreich und Großbritannien wurden je 1.000 Personen dazu befragt, welche Aspekte ihres Lebens sie kontinuierlich mithilfe von Applikationen messen und auswerten.

 

Hauptsache gesund

Wie die Ergebnisse zeigen, besteht vor allem an Gesundheitsdaten großes Interesse: 73% der Briten und 62% der Deutschen geben an, gesundheitsbezogene Daten wie Blutdruck oder Blutzucker zu erfassen. Gleich an zweiter Stelle steht die persönliche Energiebilanz: 59% der Deutschen sind an Daten wie der Höhe ihres Co2-Ausstoßes interessiert – und richten ihr Augenmerk so weniger auf die Optimierung des Selbst als vielmehr der Gesellschaft. Die eigene Kalorienzufuhr interessiert 53% und auch Sportdaten, werden immerhin von der Hälfte der Befragungsteilnehmer regelmäßig gemessen und ausgewertet.

 

Die Finanzen im Blick

Ein anderer spannender Bereich, der eine hohe Affinität zum Thema Self-Tracking und darüber zur Selbstkontrolle zeigt, ist das Management der eigenen Finanzen (56%). In Deutschland werden die damit verbundenen Möglichkeiten noch nicht so umfangreich genutzt wie in anderen Ländern, in denen die Zusammenführung unterschiedlicher Konten, ein Überblick über die eigenen Ausgaben mit automatischer Kategorisierung und Visualisierungen längst als Teil des Onlinebankings üblich sind. t3n hat sich einen Überblick auf den US-Markt verschafft und stellt Apps vor, die solche finanzbezogenen Services bieten.

 

Kontrolle am Arbeitsplatz

Während sich der Trend zum Self-Tracking in privaten Kontexten fortsetzt, haben Konzerne wie Hitachi und Walt Disney schon den nächsten Schritt getan: Sie setzen „wearable tech“ ein, um die Performance ihrer Angestellten zu messen, wie zum Beispiel mithilfe des Systems System „Theatro” im Retailbereich. Ob dieses Mehr an Transparenz tatsächlich zu besseren Ergebnissen führt, entscheidet sich vor allem daran, welche Daten gemessen werden und welche Ziele damit verknüpft werden. In jedem Fall müssen solche Anwendungen für beide Seiten Mehrwerte bieten, damit die Vertrauensbasis zwischen Angestellten und Unternehmen bestehen bleibt.

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