Agenda 44/13

Am 28.10.2013 von Haruki

Regierung brauchen praktische Anwendungen, um das Digitale verstehen zu lernen

Deutschlands Verwaltungsapparat hinkt – wie in vielen medialen Dingen – in Bezug auf das Verständnis der digitalen Welt seinem angelsächsischem Nachbarn hinterher. Während die britische Regierung eine Digitaloffensive gestartet hat und ihre Service-Angebote gezielt auf Bürgerbedürfnisse ausrichtet, passiert in Deutschland in dieser Hinsicht nur wenig. Peter Bihr war zu Besuch im Büro der „Government Digital Services” in London und hat einige interessante Schlüsse daraus gezogen. Es ist der britischen Verwaltung gelungen, Toptalente für sich zu gewinnen und in einem Innovationen fördernden Umfeld für sich arbeiten zu lassen. Die produktive Relevanz dieser Arbeit drückt sich nicht nur im schlussendlichen Produkt gov.uk aus, sondern erzeugt innerhalb des britischen Verwaltungsapparats ein besseres Verständnis des digitalen Wandels durch learning by doing. Nur durch den praktischen Umgang mit der digitalen Welt erwerben Politiker das Know-How, das es ihnen möglich macht, in der Gesetzgebung angemessen auf dringliche Fragestellungen der sich wandelnden Gesellschaft zu reagieren – sei es in Bezug auf Datenschutzfragen bei digitalen Services oder beim Einsatz von Errungenschaften des Neuromarketing.

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