Agenda 43/13

Am 21.10.2013 von Haruki

Das Smartphone als Consumer Interface im Handel

Der stationäre Handel leidet unter dem Onlinehandel, da hier Angebot, Verfügbarkeit und Preis schnell abgeglichen und die Kaufentscheidung mit einer „gefühlt” hohen Markttransparenz getroffen werden kann. Aber wenn keiner mehr einkaufen geht, muss man sich doch fragen, warum die Innenstädte am Samstag immer voll sind und shoppen hoch im Kurs steht und als Freizeitbeschäftigung gilt. Dabei lassen sich Online-Kaufgewohnheiten und die Vorteile des stationären Handels gut miteinander verbinden, zum Beispiel über Location Based Services (LBS). Wie die neue, repräsentative Studie von kaufDa zeigt, etablieren sich diese immer stärker und bieten viele Potenziale. Hierbei geht es nicht nur darum, Preise zu vergleichen, sondern den Kunden auch über Services auf das eigene Ladenlokal aufmerksam zu machen. Für Einzelhändler besteht hier die große Chance, individuelle Mikro-Marketing Aktionen umzusetzen (z.B. über Anwendungen wie Foursquare, welches auf 40 Millionen Smartphones installiert ist). Aber auch Handelsketten können von der steigenden Akzeptanz dieser Services profitieren und sich abseits des klassischen Marketings an ihre Kunden wenden. Das gilt insbesondere für Marken, die in den besten Lagen vertreten sind und über ein gutes Markenimage verfügen, aber gleichzeitig zu wenig Lauf und Kauf auf der Fläche haben – ein Problem, mit dem laut Wiwo u.a. Esprit kämpft. Unternehmen könnten hier ganz neue Konzepte der Kundenansprache und Kundenbindung für sich nutzen. Hierbei geht es darum, die technischen Möglichkeiten mit den Bedürfnissen der Kunden zu koppeln und relevante Mehrwerte zu bieten. Flächenproduktivität ist heute in einem hohen Maße von der Conversion Rate abhängig. Der Kunde muss vor Ort das (online bestätigte) Gefühl haben, dass er gefunden hat, was er sucht. Wir bei Haruki verstehen LBS daher nicht nur als Pull-Dienst, sondern in naher Zukunft auch als Push-Dienst vor Ort und wichtiges Element in der Kundeninteraktion – und mit der passenden Schnittstelle ins Unternehmen als strategisches Tool zur Steuerung von Einkaufs- und Logistikprozessen.

 

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