Agenda 35/13

Am 26.08.2013 von Haruki

England testet die Straße als Museum

Gestern ist in England das Projekt “Art Everywhere” zu Ende gegangen, bei dem 22.000 Werbeflächen im ganzen Land für zwei Wochen mit berühmten Kunstwerken beklebt wurden. Das Projekt wurde vom Gründer der “innocent”-Smoothies ins Leben gerufen, dem nationalen Kunstsammlungsfonds, der Tate Modern und den Vermarktern der Werbeflächen. Auch wenn die Aktion unter Künstlern große Unterstützer wie Damien Hirst hat, berichtet BBC von eher verhaltenen Reaktionen bei Betrachtern. So seien die Kunstwerke nur ein weiterer Blickfang unter vielen, die versuchen die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich zu ziehen und schaffen es so kaum, sich gegen die allgegenwärtige  Werbung durchzusetzen. Für zeitgenössische Kunst ist der White Cube als Elfenbeinturm kaum noch die passende Präsentationsform – für Klassiker scheint die totale Öffentlichkeit auf der Straße aber ähnlich ungeeignet.

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